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Dienstag, 30. Juli 2013

Miederrock- Warum denn nicht...?

Am Samstag hatte ich ja die Nähkiste in Oberhausen vorgestellt.

Bei meinem letzten Besuch dort gab es, um meine Sommerbeschäftigung zu gewährleisten, neben einigen Jerseystoffen, die mal Wickelkleider werden wollen, auch Miederstoffe.
Ich war so verblüfft, dass es solche Stoffe auch zu kaufen gibt, dass ich gar nicht nach dem richtigen Namen gefragt habe. Am oberen Rand ist jedenfalls eine Art Gummierung aufgebracht, um besseren Halt zu bieten.

Die Verkäuferin hat mir erklärt, wie man aus dem festen aber elastischen Stoff so ein Miederröckchen näht und ich trage das jetzt einfach mal in die Internet-Welt hinaus...
Wenn man enganliegende Kleider trägt, finde ich es absolut ok, wenn man ein Mieder drunter zieht. Die müssen ja heutzutage auch nicht mehr aussehen wie orangene Wurstpellen. Für das Mehr an Aussehen legt man dann aber auch gleich ein bisschen mehr Geld auf den Kassentisch.
Ich weiß jetzt leider nicht mehr genau, wie viel der Stoff gekostet hat, kann aber mit Sicherheit sagen, dass es weniger als 15 € waren.
Um beim nächsten Festanlass mit Essen nicht nur zwei Blätter Salat zu mümmeln, kann man ja so ein Stückchen Stoff bei Gelegenheit mal mitnehmen.
Wie meine Freundin zur Zeit gern sagt: "Hey, warum denn nicht?!" ;)

Das Mieder ist schnell genäht. Allein die Anprobe/ das Anstecken dauert etwas länger. Zusammen dürfte es aber in 30 Minuten getan sein.

Man braucht:

eine zweite Person zum Abstecken
Miederstoff (maximal so breit wie der größte Körperumfang: Bauch/ Hüfte)
Stecknadeln
Stift
Nähmaschine, Jerseynadel, Garn, Schere

Den Stoff so um den Körper legen, dass er hinten abgesteckt werden kann.
Zunächst locker fixieren und später mit ein bisschen mehr Dehnung feststecken.
Den Verlauf der Stecknadeln mit einem Stift markieren.
Die Markierung ist nötig, weil es sich eher schwierig gestaltet, sich aus den Stecknadeln herauszuschälen..
Mit Lila habe ich die Markierungen verdeutlicht. Die Naht wird aber ungefähr 5 cm weiter Richtung Stoffbruch gesetzt. Schließlich soll das Mieder was zu tun haben ;)
Da es ein elastischer Stoff ist, der stark beansprucht wird, lieber mit dem elastischen Geradstich nähen.
Anprobieren und Änderungen vornehmen. Je nach Körperform macht es zum Beispiel mehr Sinn, die Po-Bein-Kurve etwas höher ansetzen zu lassen. So sollte eine schönere Silhouette entstehen...
Zur Sicherheit noch die Kanten versäubern.
Und das war es ;)

So, Party People, ab zu Creadienstag ;)
Die Verkäuferin aus der Nähkiste meinte übrigens, dass Kundinnen, für die sie solche Mieder schon genäht hat, total begeistert waren.

Kommentare:

  1. Mal ganz im Ernst... dich kann man Einkaufen schicken! *g*

    Wenn du anschließend immer so geniale Sachen zauberst und erklärst! :-)

    So ein Röckchen kann frau wirklich gut brauchen, jetzt müsste man nur noch wissen, wie der Stoff heißt - in meinem Stoffladen gibt es sowas nämlich garantiert nicht. ;-)

    LG
    Sabine

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  2. wow, super! ich mach mich auf die suche nach einem miederstöffchen :-)

    lg kathrin

    AntwortenLöschen
  3. Hallo Marie!
    Super Anleitung, wusste gar nicht, dass es dafür Stoff gibt!
    Der Stoffladen klingt auch sehr interessant! Ich wohne in Essen, wenn die Klausurenphase um ist gehe ich da vielleicht auch mal gucken! :) Also danke für deinen Hinweis auf den Laden!
    Liebe Grüße

    Katharina

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