Nähen lernen: Man braucht...

08:00 Marie 2 Comments

Es gibt (meines Wissens nach) zwei grundsätzliche Arten von Nähmaschinen. Die Overlockmaschinen (engl. : Serger) mit mehreren Oberfäden und die regulären Haushaltsnähmaschinen.

Für den Einstieg würde ich eine Nähmaschine empfehlen, die so um die 120 € kosten sollte.
Mir ist sehr wichtig, dass die Nahtart,  Länge & Breite separat eingestellt werden können. Außerdem sollte der Rückwärtsgang durch einen Hebel eingestellt werden. Per Knopfdruck verschiebt sich vielleicht die gesamte Maschine...

Ich bin mit meiner Privileg Supernutzstich absolut zufrieden und kann sie definitiv weiterempfehlen!


Was sonst noch zur Grundausrüstung gehört:



Neben einer Nähmaschine braucht man außerdem unbedingt eine Stoffschere. Unbedingt sollte dem geliebten Mitbewohner eingebläut werden, dass damit kein Papier geschnitten werden darf! (Dadurch würde die Schere stumpf werden.)
Ein Rollmesser (am besten mit 28 mm Durchmesser) inklusive selbstheilender Schneidematte und Alulineal kann man später dazu kaufen. Ist ein nettes Spielzeug, welches viel Zeit spart.

In den meisten Nähsets ist ein Maßband enthalten. Die sind meist 1,5 m lang. Sollte das Maßband mal unauffindbar sein, kann man zur Not mal einen langen Strick verwenden und diesen dann mit einem gewöhnlichen Lineal vermessen.
Stecknadeln sollte man auch vorrätig haben. Man braucht sie nicht für alle Arbeiten, aber sie gehören zur Grundausrüstung dazu.
Außerdem ist ein Nahtauftrenner hilfreich. In der Mitte der Gabelung ist eine scharfe Kante, die gut Fäden zertrennen kann.

Um auf dem Stoff Markierungen zu setzen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Für helle Stoffe verwende ich gern den Trickmarker, der an der Luft oder mit Wasser wieder unsichtbar wird. Auf dunklen Stoffen verwende ich ganz normale Kreide und für feinere Markierungen einen Kreidestift. Es gibt auch Schneiderkreide, aber bisher konnte ich meine Kreide immer ganz gut aus den Stoffen wieder rausreiben...

Das ist meiner Meinung nach absolut notwendiges Zubehör.


Um überhaupt nähen zu können, braucht man natürlich noch Garn, Nadeln und einen Nähfuß.

Die verwendeten Nadeln richten sich nach dem zu nähenden Stoff. Grundsätzlich sollte man Universalnadeln (b; für Baumwolle, nicht elastische Stoffe) und Jerseynadeln (a; auch Ballpointnadel, für Stretchgewebe) in den Stärken 70 (dünne Stoffe) bis 100 (sehr dicke Stoffe), sowie eine Stretch-Zwillingsnadel (c) vorrätig haben.

Um den Stoff zwischen Nähplatte und Nadel zu führen, sind Nähfüße nötig. Die meisten Arbeiten lassen sich mit dem Zickzackfuß (1) durchführen. Möchte man einen exakten Nahtabstand zum Rand erhalten (und die Konzentration ein bisschen schleifen lassen), verwendet man den Blindstichfuß (2). Mit der Schraube lässt sich das Plastikteil auf einen bestimmten Abstand bringen, die Stoffkante wird daran entlang geführt.
Beim Nähen von Reißverschlüssen ist es wichtig, so nah wie möglich an die Spirale heran zu kommen. Dafür ist der (einseitige) Reißverschlussfuß (3) ganz gut. Bei mir war außerdem noch ein Knopflochnähfuß (4) enthalten. Der ist ganz praktisch, aber keine Notwendigkeit.

Die reguläre Nähmaschine kommt mit zwei Fäden aus. Einer wird von oben durch die Nadel eingefädelt. Der andere wird einfach mit dem Oberfaden hochgeholt, nachdem er in eine Spulenkapsel gelegt worden ist. Dabei ist der Unterfaden auf einer speziellen Spule aufgewickelt.

Kommentare:

  1. Nützliche Zusammenfassung für Zubehör, Bügeleisen in der Nähe des Nähplatzes würde ich noch ergänzen.
    Gruß
    Ute

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    1. Da stimme ich dir absolut zu!
      Wenn man sich die Zeit nimmt, die Nähte zu bügeln, sieht das fertige Stück gleich viel professioneller aus.
      Kaum zu glauben, was das für einen Unterschied macht :)

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