Frosta Hack

07:30 Marie 1 Comments

Im Rahmen der Frosta Hack Challenge von Wohnklamotte erhielt ich vor einiger Zeit eben jenen, schlichten Ikea Hocker.
Ich hatte zwar im Vorhinein eine Email bekommen und diese auch gelesen... Aber anscheinend nicht so gründlich, wie ich dachte- Sorry, Auri.
Das Paket stand nämlich plötzlich im Flur und ich konnte mich nicht erinnern, irgendwas in letzter Zeit mit diesen Dimensionen bestellt zu haben... Während ich also vorsichtig das leicht lädierte Paket studierte (Plastikbänder außen, viel Luft im Karton und Paketboten mit Zeitdruck machen sich in Kombi nicht so gut), fiel mir die Email wieder ein, in der tatsächlich stand, dass ich einen Hocker zu erwarten hätte.



Für die Challenge hab ich Pinterest rauf und runter gesucht, Freunde gefragt und letztendlich gedacht, es dürfen ruhig andere bahnbrechende Ideen haben. Mir soll es reichen, den Hocker zu Polstern, damit ich mal bohren darf, und mit der tollen Kupferfarbe anzusprühen.

In 2 Stunden hat man den Hocker locker ausgepackt, aufgehübscht und vor allem montiert. Wenn man es wirklich drauf anlegt sogar inklusive Trocknungszeit.


Man braucht:


Stoff, etwas größer als der Hocker (50x50cm)
Volumenvlies ( 45x45cm, 40x40cm, 35x35cm)
Akkubohrer
Nadel, stärkeres Garn, Knopf, beziehbarer Knopf
Tacker, Klammern
Zeitungspapier, Malerkrepp
eventuell extra Stoffstreifen und Heißkleber



Das Volumenvlies habe ich in 3 Größen zugeschnitten. Der kleinste Kreis entspricht genau der Sitzfläche. Die anderen beiden Kreise sind jeweils ca 3 cm größer, als der vorhergehende, um einen sanfteren Übergang zur Unterseite zu schaffen. Rückblickend würde ich durchaus noch mehr Volumenvlies verwenden. Der Hocker ist irgendwie zu meiner häufigsten Sitzgelegenheit am Tisch geworden und ich muss sagen, man sitzt sich den Hintern doch etwas platt...

Der Stoff ist nochmal etwas größer zugeschnitten, um auf Nummer sicher zu gehen, dass gleichmäßig beim Polstern getackert werden kann, ohne in Stoffnot zu geraten.


Zu allererst werden die Füße z. Bsp. 14 cm vom Boden abgeklebt und angesprüht.

In der Trocknungszeit kann man ein Loch durch die Mitte des Hockers bohren. Man muss übrigens nichts anzeichnen oder ausmessen, da auf der Unterseite schon ein kleines Loch reingefräst worden ist.



Zum Polstern das Volumenvlies wie eine umgestürzte dreistöckige Torte erst auf den Holzteller und dann den Stoff darüber legen. Ich habe zunächst an vier Punkten den Stoff mit dem Tacker fixiert. Dann zwischen diesen Punkten und erst dann nebeneinander getackert, bis ich einmal ringsherum gelangt war. So konnte ich relativ gut die Falten gleichmäßig verteilen.



Anschließend wird das Volumenvlies so weit wie möglich getrimmt und der Stoff darüber etwas länger gelassen. Damit hinterher doch nix runterstiebeln würde, habe ich dann doch noch ein Band mit Heißkleber über die Stoffkante und die Tackerklammern geklebt.





Dann den Gegenknopf und den überzogenen Knopf annähen. Ist etwas fliddelig, aber geht schon, wenn man nicht von Anfang an richtig viel Zug auf das Garn gibt.


Und das sieht doch schon aus wie eine gepolsterte Sitzfläche...



Beim Abwickeln des Zeitungspapiers hoffen, dass die Farbe halbwegs gerade aufgesprüht wurde und dass niemand die Flecken vor dem Kellerabteil auf dem Boden dir zuordnen kann.



Gemäß der Anleitung die Beine anschrauben uuuuuund fertig. Fix fix und bisschen wertiger als zuvor...



Wieder mal beim Creadinstag zu finden.
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1 Kommentar:

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