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Wunderland: Alice

Auf der Mottoparty gab es mindestens drei Alices... Alicen? Alicechens?? Viele halt!
Aber nur unsere war so liebreizend im Auftreten, mit Accessoires in essbarer Form ausgestattet, und in einem nicht gekauften Kostüm unterwegs. Also war die Konkurrenz schnell bei Seite gewischt ;) Reden wir uns jedenfalls ein... Stoffe, die nicht typisch karnevalsmäßig glänzen wirken einfach 24601 mal besser... see what I did there? ehehehe 
Neben dem secondhand Kleid als Basis braucht man noch eine weiße Strumpfhose, schwarze Ballerina, eine blonde Perücke und einen Haarreifen, den man mit blauem Satinband umwickelt und mit einer Schleife verziert.

Je nach Ausgangsmaterial braucht man für das Kleid vielleicht 1-2 Stunden. Die Schürze ist auch recht schnell genäht und in einer Stunde locker zu schaffen.

Kleid-Refashion im Rockabilly Stil

Nach und nach versuche ich, Langzeitprojekte zu beenden. Ich habe hier noch einiges rumkullern, was ich vor mindestens 5 Monaten angefangen hatte.
Dazu zählte auch dieses Kleid, welches ich für eine Freundin ein bisschen personalisiert habe.

Wie das so beim Bummeln mit Freundinnen ist, wurde sie quasi genötigt, das schlichte Bandeaukleid mitzunehmen. "Wir machen da schon was draus, kauf das jetzt!"
Gewünscht war ein Rockabilly-angehauchtes Kleid für die Bühne, wenn die Gute singen geht.
Auf der Wunschliste standen auf alle Fälle ein "Kragen" für das Oberteil (helft mir, gibt es eine professionelle Bezeichnung?), Träger (um die BH-Strapse zu verstecken), eine dekorative Schnürung am Rücken, und ein bisschen kleidverlängernden Tüll am Saum.
Ich kann mir nicht ganz erklären, wie ich das Kleid vorher auf die Puppi gewirscht habe, aber hinterher wollte es nicht so recht passen und ich habe mir diesen Gewaltakt nicht noch einmal zu getraut. Anscheinend hat die Puppi also heimlich genascht und an Brustumfang zu gelegt.
Der Tüll unten ist erst mal ein bisschen länger gehalten, da mir das Kleid ohne zukünftige Trägerin vor Ort irgendwie sehr kurz vorkam. Natürlich kann man noch mehr Tüll für mehr Opazität drannähen, oder die Überlänge abschneiden...
Die Methoden für die angebrachte Rückenschnürung und den Kragen lassen sich auch prima für eigene Projekte abwandeln, auch wenn euch dieses Kleid insgesamt nicht so anspricht…
Projektzeit ist in etwa gute 7 Monate. Wenn man aber nicht 7 Monate Pause einlegt, kann man in 3-4 h fertig sein.

Rock & Bluse in Größe 86 mit wiederverwertetem Kragen

Was freut mich so richtig? Genau, hübscher, billiger Stoff.
Was freut mich noch mehr? Schöner, kostenloser Stoff!
Es lebe die Grabbelkiste! 

Als ich diesen süßen Blümchenstoff einpackte, fand ich außerdem noch eine äußerst interessante und ungewöhnliche Mischung aus schlumpfeisblauem, kurzflorigem Plüsch mit Lackbeschichtung in Kroko-Optik oder so. Die Beschreibung klingt vielleicht etwas eigenwillig, aber so sieht dieser Stoff auch aus. 
Mein Gedankengang war ähnlich konfus: "Wer kauft denn so was?!  Wer stellt denn so was her? Ach, eigentlich ist das SO hässlich, dass es schon wieder cool ist. Irgendwann könnte daraus mal ein Kostüm oder Plüschtier werden…" Und zack, war es auch eingepackt…
Zurück zum hübschen Stoff, der das heutige Ensemble hergab. Aus gerade mal 35 cm (und voller Stoffbreite von 145 cm) konnte ich zwei Kleidungsstücke für meine kleine Nichte nähen. Der Kragen ist übrigens von einer alten Damenbluse abgetrennt und wiederverwendet worden. 
Bevor ich gleich die Anleitung teile, die sich hauptsächlich mit dem Kürzen des Kragens auf Kindergröße befasst, noch eine kurze Anekdote zur eigenen Blödheit vom Wochenende.

Am Samstag war ich mit Freundinnen auf einem Mädchenflohmarkt, kaufen und verkaufen. Dazu wollte ich mal Cupcakes backen, weil wenn schon hipster-esque auf dem Flohmarkt, dann ruhig ein bisschen mehr.
Nachdem ich also nach dem Duschen gemütlich im Schlafanzug abends mit Backen beginnen wollte, fiel mir mein Mangel an Kakaopulver auf. 
21:45 Uhr. 
Kurz hin und her überlegt, und dann ganz schnell doch noch mal angezogen, halbwegs vorzeigbar hergerichtet und auf's Fahrrad geschwungen. Geschwind auf meinem treuen "Amy Farrah Fahrrad" zur Rewe geflogen und den Mangel behoben...
Als die Cupcake-Unterteile dann im Ofen waren, machte ich mich an die Karamellcreme (weil Karamell = super geil und so).
Um vor dem Verrühren mit Creme Fraiche auf Güte und Erstklassigkeit des Karamells zu testen, wollte ich also kosten. Am Ende wäre mir vielleicht was angebrannt, das Karamell somit bitter und alles für die Tonne. Das konnte und wollte ich mir nicht leisten.
Haben alle noch die vorgerückte Uhrzeit im Hinterkopf? Nuja. Auf dem Löffel ist das Karamell sofort erstarrt und am warmen, glasartigen Zuckerklumpen wollte ich nicht lutschen und konnte auch sowieso nichts schmecken.
Da kam mir die glorreiche Idee, mit dem Löffel, etwas Karamell auf meinen Finger zu tröpfeln und von da zu kosten. Meine Hände sind zwar fast immer eisekalt, aber vielleicht doch wärmer als das Löffelmetall. 
Warum ich nicht im Kopf hatte, dass der Spaß trotzdem noch verdammt heiß war, weiß ich nicht. 
Als ich es dann auf dem Finger hatte und sich das Karamell schön einbrannte, fiel es mir jedenfalls wieder ein. Irgendwie musste das sofort runter, aber ich wollte ja noch kosten… Zum Glück habe ich mir nicht auch noch die Zunge verbrannt…
Zumindest war das Karamell nicht bitter.
Die Brandblase ist aber leider gar nicht geil. Auf dem aller besten Platz des linken Zeigefingers. Was beim Tippen gerade gar keinen Spaß macht.
Ich weiß, dass man die Blase nicht aufstechen soll, aber hat vielleicht jemand noch einen Tipp? Ich dachte, ich hätte den mega Durchbruch erlangt, als ich nach sauren Umschlägen am nächsten Früh NICHTS mehr von der Blase gesehen hatte. Ich war so verwirrt, dass ich schon alle anderen Finger auf Blasen überprüfte. Schließlich verschwinden die doch nicht so einfach über Nacht…
Im Laufe des Tages kam die Blase aber wieder. Und gestern Früh das gleiche Spiel… Hat jemand eine Erklärung, die nicht mit meinen halbmagischen Fähigkeiten zusammenhängt?
Auch wenn sie nicht weh tut, nervt die Blase. Wer also Tips hat, raus damit. bitte.

Nu weiter im Programm.
Die Kragenverkürzung benötigt einiges an Bügeln, anstecken und vorher natürlich auftrennen. Insgesamt sind beide Teile in etwa anderthalb Stunden fertig. Der Rock ist in 30 Minuten locker schaffbar.

Schnelle Mantel-Lösung gegen einen freien Hals

HALT Stopp!
Irgendwie wird es gerade herrlich frühlingshaft, nahezu sommerlich und ich habe noch ein paar Winter Tutorials irgendwo in der unaufgeräumten Schublade, die sich Laptop nennt.
Vielleicht bleibt es ja zumindest weiterhin etwas windiger, sodass sich diese kleine Anleitung noch für den ein oder anderen lohnt…
Die Idee kam mir, als ich in einem Katalog blätterte und einen Mantel mit Sturmriegel gesehen habe. Den hätte ich natürlich auch noch aus meinen Mantel-Verschmälerungs-Resten klöppeln können, aber es sollte schnell gehen und außerdem habe ich sowieso immer Schals um. Also ist kein Bedarf für extra Schutz vorhanden.

Ich musste also nur den doch recht großzügigen Ausschnitt etwas verkleinern. So viel Schal könnte man gar nicht luftdicht verwickeln, damit es nirgends zieht… (Auch wenn der Ausschnitt gar nicht mal so tief aussieht. Für Winter ist das nix, und für zugig auch nicht…)

Kleiner Näh-Trick, große Wirkung und das ganz unsichtbar und flexibel in ca 10 Minuten.

Refashion: Cardigan mit Chiffon-Schluppe

Cardigans kann man nie genug haben, und gleiches gilt für Chiffon-Kleidung im Inventar. Jedenfalls triff das auf mich voll und ganz zu.

Als ich meine Chiffon-Schluppen-Bluse gemacht hatte, viel mir hinterher auf, dass ich die Schluppe auch anders hätte anbringen können. Hätte ich die Schleife etwas gebogener geschnitten, würde sie sich sicherlich etwas besser um den Hals legen.
Bei dem geraden Schnitt bietet es sich aber an, das Band nach außen umzuklappen.
Das habe ich bei diesem Cardigan gemacht.
Bildquelle Cardigan rechts: Zalando
Den Cardigan habe ich von Zalando. Ich hatte vorher schon bei Kleiderkreisel einen H&M Cardigan für dieses Projekt geholt, aber ich bin echt froh, dass ich den jetzt von Vero Moda genommen habe.
Der Stoff ist einfach so wunderbar weich, und das bei einem für mich noch erträglichen Preis ;) Außerdem ist der auch gerade ein wenig reduziert :)

Das ganze ist recht schnell gemacht. Noch schneller, wenn man einen fließenden Bindegürtel einer anderen Bluse oder so verwendet. Dann wäre dieses Projekt auch ohne Nähmaschine zu schaffen.
Mit 30 Minuten ist man sicherlich gut dabei.


Peter Pan Kragen aus Kunstleder

Dass Kragen gerade ein wenig in Mode sind, ist ähnlich untertrieben wie zu behaupten, es gäbe keine Anleitungen dazu im Internet.

Aber hey, wenn ich nur komplett einzigartige Tutorials posten würde, gäbe es vielleicht einen Eintrag im Monat...

Vielleicht ist aber meine Idee mit dem doppelten Kragen nicht ganz so häufig.