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Fragt mich Freitag: Irischer Tanzrock

Heute mal Theorie mit Bildern...



Stefanie hatte mein Tellerrocktutorial gefunden und mich gefragt, wie sie das auf den Bund und Saum anwenden müsste bei einem Irischen Tanzrock wie diesem:

EtsyShop MartaKari

Erste Analyse: Der Rock setzt sich zusammen aus einem Bund, der aus Vorder- und Rückteil besteht und dem Rockteil, der aus sechs gleichen Keilen genäht wird. Der beste Ort für den Reißverschluss ist die Seite.


Der Rockteil

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Wenn man sich mal den flach ausgebreiteten Rock ansieht, bemerkt man, dass die drei vernähten Keile/Godets zusammen einen Viertelkreis ergeben. Da die Rückseite noch dazu gehört, landet man also insgesamt bei einem halben Kreis.



Die Grafik kann schon mal als Ausgangspunkt gelten, um das Schnittmuster für den Rockteil zu erstellen.
Also Schnittmusterpapier ausgepackt, und Bleistift, Zollstock und Maßband gezückt.

Gemessen wird natürlich an der Hüfte, etwa bei den Hüftknochen wo der Bund sitzen soll.

Rechenbeispiel für einen Umfang von 96 cm:

u/= r
96 cm/= 30,56 cm

Also einen Ursprungspunkt am Rand vom Papier aussuchen, und 30,56 cm in einem Bogen so oft abtragen, bis man die Punkte gut zu einem Halbkreis verbinden kann. (Viertelkreis reicht auch, sollte das Papier für dem nächsten Schritt nicht breit genug sein.)

Dann überlegt man sich die Länge des Rocks (ab Bund), addiert den Wert zum Radius um eben dazu und trägt vom Ursprung aus wieder so viele Punkte ab, bis man den Saum des Rocks in einem Kreis zeichnen kann.

Zum Beispiel 40 cm Rocklänge (l):

r+l=r
30,56 cm + 40 cm = 70,56 cm

Ich tu jetzt mal so, als hätten wir nicht genug Platz auf dem Papier und müssten improvisieren.
Wenn ein Viertelkreis zwar komplett drauf passt, passt auch ein Halbkreis, aber der ist nicht unbedingt nötig, es sei denn man möchte alle einzelnen Schnittmusterteile auf dem vorhandenen Stoff schön anordnen können.



Wie auf der Grafik zu sehen, muss man eigentlich bloß ein Zwölftel zeichnen. Warum Zwölftel? Der Rock besteht aus sechs Keilen, die zusammen einen Halbkreis ergeben. Würde man ihn also doppeln, käme man auf zwölf Teile.

Um einen Keil zu erhalten kann man also 30° mit einem Geodreieck abmessen und einzeichnen, oder man macht es einfacher, indem man einen Viertelkreis ausschneidet (auch wenn dieser nicht ganz vollständig wird) und faltet die Keile zu drei gleich großen Teilen zurecht.

Damit wäre mindestens ein Keil als Schnittmusterteil entstanden.
Beim Zuschneiden am besten immer auf gleichen Fadenlauf und Naht- und Saumzugabe achten!

Der Bund

Für den Bund muss man natürlich wieder Maß nehmen.
Man könnte sicherlich über Durchrechnen verschiedener viertel/x-tel Kreisvarianten die passende Formel finden.
Einfacherweise würde ich mir einen passenden Rock schnappen und das Schnittmuster abnehmen.
Oder den gemessenen Wert des Taillenumfangs halbieren, auf Papier abtragen, die Breite des gewünschten Bundes einzeichnen und den Bundsaum entsprechend einer weiteren Umfangsbestimmung auf entsprechender Höhe einzeichnen. Die Seiten sollten dabei leicht schräg verlaufen.
Der Hüftumfang ist natürlich der von der Berechnung für die Rockkeile. Also in unserem Beispiel die 96 cm.
Da Vorder- und Rückseite vom Bund genäht werden, wird der Umfang halbiert.

Besonders viele Schnittmusterteile braucht man nicht. Für den Bund würde ich wahrscheinlich das Schnittteil einfach entlang der oberen Kante spiegeln, um den Bund stabiler zu machen.



Gerade wenn man glänzende oder aber gemusterte Stoffe verwenden möchte, würde ich den Fadenverlauf des Stoffes wirklich berücksichtigen. Die Keile würde ich also alle parallel zu dem mittleren Teil in der Grafik anordnen.

Auch wenn ich es schon gesagt habe, die Nahtzugaben für Seitennähte, Reißverschluss und Saum auf jeden Fall beachten!

So.
Stellen sich noch irgendwelche Fragen?

Vielleicht noch als Zusatzinfo ein ähnlicher Rock, der aber in der kopierten (blauen) Version auf einem vollen Tellerrock beruht.
O'Lesia
Ich finde den linken Rock wesentlich voller. Ich würde dort eher von acht Viertelkeilen ausgehen.

O'Lesia
Der Stand des Rocks wurde übrigens mit einer Verstärkung zwischen dem Futter und dem Oberstoff erreicht.


Wunderland: Herzkönigin

Den königlichen Abschluss bildet unsere Herzdame.
Farblich hat sie sich ein wenig an der Trickfilmvorlage mit Schwarz, Rot und Gelb orientiert, wobei ich ihr den Rock aufgeschwatzt habe...
Die Kostüme nutze ich gern als Testläufe für richtige Kleidung ohne Schnittmuster. Dieses Mal wollte ich Megan Nielsens Cascade Skirt ausprobieren. 
Mir ist klar, das improvisierte Schnitte nicht die gründlich getesteten Vorbilder ersetzen können, aber im Moment bin ich nicht so pingelig, was Fadenlauf und so was alles angeht...
Der untere Teil des Kostüms besteht eigentlich aus zwei Wickelröcken. Darüber befindet sich ein einfach Tanktop, welches mit ein paar meiner Isoband-Herzchen beklebt und mit einem Stoffrest an den Trägern umwickelt wurde.
Krönchen, Aufgeklebtes Herz und ein paar lange Handschuhe machen die Herzkönigin als solche erkennbar. Außerdem hat sie einen Igel zum Croquetspielen dabei, der kurzerhand ein bisschen Gummilitze an den Bauch bekommen hat, um am Handgelenk befestigt zu werden.
Damit der arme Igel als Ball fungieren kann, braucht die Herzkönigin natürlich auch einen Flamingoschläger. Der Flamingo heißt übrigens Udo und hat anschließend ein kleines Abenteuer durchlebt.

In diese Welt kam er mit einer Wirbelsäule aus einem Besenstiel, einem Körper aus Hasendraht, Haut aus Pappmaché und Füßen aus Schaumstoff mit Zweigen. 
Alle mochten Udo; er war sofort Sympathieträger. 
Als wir dann die Fotos vom Kostüm knipsten und Udo kurz am Treppengeländer warten ließen, hat er sich still und heimlich auf die Reise gemacht... Untröstlich war die Herzkönigin; fragte unter den Anwesenden nach Augenzeugen, doch Udo blieb vermisst.
Wir hatten ihn schon längst aufgegeben, als wir an einem Abend 4 Monate später in der VoKü in Jena saßen. Unsere Herzkönigin bestellte sich etwas zu trinken und bekam mächtig Herzklopfen, als sie vollkommen überraschend Udo an der Bar wiedererkannte.
Im Gespräch mit den Betreibern stellte sich heraus, dass Udo wohl auf dem Sperrmüll gefunden wurde und seit 2 Wochen in der VoKü lebte.

Bestärkt durch unsere Ermutigungen, und erfüllt von Adrenalin und Wiedersehensfreude, griff unsere Herzkönigin zu, und nahm Udo wieder zu sich. Vorher hatten wir sämtliche Bastelbilder auf unseren Handys zusammengesucht, um den rechtmäßigen Besitz zu untermauern.
Kurzzeitig wurde sogar überlegt, ob für Udo eine Facebookgruppe gegründet werden sollte, um ihn auf Reisen zu schicken, und mit vielen Fremden Fotos zu machen.

Letztendlich kam er aber wieder nach Hause. Nicht jedoch, ohne noch einmal am selben Abend verloren zu gehen. Beim Fahrradabschließen wurde er vergessen und als die Gute dann panisch zurückgerannt kam, um nach dem Flamingo zu suchen, hing er wartend in einem Baum...

In den darauffolgenden Wochen hatte er einige Cameo-Auftritte auf Bildern der Kleinen Gang. Beim Shoppen, beim Wandern, beim Spieleabend: Udo war wieder da!
Als Souvenir seiner Reise behielt er nur ein kleines Halsband.

Für das Kostüm sollte man inklusive Udo 5 h einplanen (Trockenzeit abgezogen).

Wunderland: Kartenmensch

Heute geht es weiter mit meinem Kartenkostüm.
Wer sich an die Geschichte erinnert, weiß sicherlich, dass Alice auf Kartenmenschen trifft, welche die weißen Rosen rot malen müssen. Dafür habe ich weiße Kunstblumen mit Acrylfarbe angemalt. Wobei mir relativ spät auffiel, dass man vielleicht auch sehen sollte, dass die Rosen angemalt wurden und nicht von vornherein rot waren...
Die Idee für das Kartenkorsett habe ich auf Pinterest gefunden und abgewandelt. Man kann sich durchaus gut darin bewegen und es hat mich nicht eingeschränkt. 
Ich könnte mir vorstellen, dass man das Korsett auch zu einer Art Rüstung für die Herren der Schöpfung umwandeln könnte...
Nach der Party habe ich das Kartenkorsett in der örtlichen Facebook Flohmarktgruppe angeboten und viele positive Rückmeldungen erhalten. An dem Abend der Party war das allerdings nicht so, was ich jetzt einfach mal auf den Zeitpunkt meiner Ankunft schiebe...
Wie schon erwähnt, kam ich mit der Grinsekatze etwas viel später. Aber dafür kamen wir äußerst aufmerksamkeitserregend. Auf dem Gepäckträger von Amy Farrah Fahrrad sitzend klammerte ich mich an die lenkende und demmelnde Grinsekatze. Natürlich war das schon schwer zu übersehen, schließlich war zu der Zeit nicht gerade Fasching und ihr angemaltes Gesicht weithin sichtbar. Damit sich aber auch wirklich alle nach uns umdrehen würden, hatte ich zuvor die Bremsen anziehen lassen, die dann wohl doch zu eng gestellt waren, sodass pro Reifenumdrehung zwei Quietschlaute ertönten. Begleitet von "Oh Mann, ist das peinlich" "hihihihi" und "Guten Abend allerseits" rollten wir also lautstark zur Mottoparty.
Mein "Farbeimerchen" war ein mit Alufolie beklebter Joghurteimer, den ich ebenfalls mit Acrylfarbe angemalt hatte. Um als Tasche für den Abend zu fungieren, habe ich ein Reststück roten Stoff genommen und einen kleinen Beutel genäht. Auf diesen Bildern nur schwer zu erkennen, sind die kleinen Kartenohrstecker, die ich aus übrig gebliebenen Herz Ass Karten gemacht habe.

Für das Kartenkostüm braucht man ca. 3-4 h.

Wunderland: Grinsekatze

Mwrauuuu macht die Grinsekatze, "wo kommen denn die ganzen Fusseln her?!" macht der Rest...
Den petrolfarbenen Flusenstoff fanden wir bei Alfatex als "Modestoff". Wobei ich mir echt an den Kopf fassen möchte, wer so ein derbes 90er Flashback zum Beispiel in Form eines Pullis erleben will und auf diesen Stoff für die tägliche Garderobe zurückgreifen mag...
Spätestens nach dem Nähen wäre das Kleidungsstück wohl in einer Tonne verschwunden, da man auch noch Monate später Fusseln wiederfindet... Deshalb wird das Kostüm übrigens auch nur in einem ausgefeilten Kostüm-in-Tüte-in-zweiter-Tüte-System transportiert und nach Möglichkeit nicht innerhalb von Gebäuden angezogen...
Neben den aufgenähten, asymmetrischen Fusselstreifen wird das graue T-Shirt auf der Brust von weißen Pannesamtstreifen geziert, die bloß aufgeklebt wurden. Ab und an schälte sich eine Seite dann mal ein wenig ab, was aber als Anlass für Körperkontakt und second base-Tatschereien genutzt wurde. Also Win/Win für alle Beteiligten... 
Theoretisch könnte man dieses Kostüm auch ganz ohne Nähmaschine bewältigen.
Wenn ich euch jetzt noch verrate, dass die Grinsekatze mit mir zusammen im Zug zur Party angereist ist, (da wir noch bei Konzerten in Erfurt waren) und sich während der Fahrt angemalt hat, ist das gleich noch viel beeindruckender, oder? Und überhaupt sitzt der Lidstrich auch erst richtig gut, wenn der Zug in der Kurve bremst und in der Dunkelheit unvorhersehbare Lenkmanöver startet ;) 
Die Schminkerei wurde natürlich fröhlich von den angetrunkenen Fahrgästen verfolgt, die auch von einem Konzert kamen. Währenddessen musste ich "Oh nein, wie peinlich, soll ich das jetzt wirklich machen?" mit Engelszungen und "Aaaaaaach, klar. Hinterher erkennt dich eh keiner! Das wird bestimmt suuuper" bestärken... Jetzt kann ich es ja sagen: Ich hätte mich selbst nicht getraut, vor allen Leuten die bunten Farben rauszuholen :P

Das Kostüm war ein wenig fiddelig zu nähen, obwohl es auf einem T-Shirt basiert. Trotzdem würde ich insgesamt 2-3 h veranschlagen. Angemalt ist das Gesicht mit ein wenig Übung in  20 Minuten.

Wunderland: Hutmacher

Beim Aussuchen der Klamotten für den Verrückten Hutmacher hatten wir fast den meisten Spaß. (Vielleicht nur übertroffen von der Fusseligkeit der Grinsekatze, die uns allen für sehr lange Zeit noch Freude bereitet hat...)
Natürlich waren wir wieder im Secondhandladen unterwegs, um nach Jackett und Hose zu schauen.
Wundersamerweise hat JEDES Kleidungsstück super gepasst; unabhängig von Konfektionsgröße und  ob es sich um Damen- oder Herrenkleidung handelte. Daher trägt unser Hutmacher ganz stolz eine gestreifte Damen-Kordhose, die wir ein wenig auf Hochwasserlänge getrimmt, und an den Knien etwas schmaler genäht haben, um eine leicht ausgestellte Form zu erhalten.
Ein kariertes Hemd drunter, eine große Fliege im 90er Jahre Muster, gestreifte Strümpfe und Schuhe mit Blumenmuster vervollständigen den Mustermix.

Den größten Wiedererkennungswert hat natürlich der Hut, den alle an dem Abend mal aufsetzen wollten...

Unser Verrückter Hutmacher folgte dieser Anleitung für den Tim Burton-artigen Zylinder. Zeitlich sollte man für den Hut ca. 3-4 h investieren. Den Rest des Kostüms schafft man, in einer weiteren Stunde anzupassen.

Wunderland: Weißes Kaninchen inkl. Schnittmuster

Unser Maskenheld hat sich mal wieder selbst übertroffen... Ich persönlich finde ja Tiermasken schnell mal gruselig. Und das ist ihm da auf jeden Fall auch gelungen! Dem Kaninchen möchte man fast nicht folgen...
Aber irgendwie dann doch; um zum Beispiel die Maske von Nahem zu sehen und die Ohren mal wackeln zu lassen.
Da ihr jetzt von der Vorarbeit vom gang-eigenen Maskenmensch profitieren könnt, lässt sich die Maske auch einigermaßen schnell basteln. Ich würde auf 1-2 h Arbeitszeit inklusive Ausdrucken des Schnittmusters tippen.

Wunderland: Alice

Auf der Mottoparty gab es mindestens drei Alices... Alicen? Alicechens?? Viele halt!
Aber nur unsere war so liebreizend im Auftreten, mit Accessoires in essbarer Form ausgestattet, und in einem nicht gekauften Kostüm unterwegs. Also war die Konkurrenz schnell bei Seite gewischt ;) Reden wir uns jedenfalls ein... Stoffe, die nicht typisch karnevalsmäßig glänzen wirken einfach 24601 mal besser... see what I did there? ehehehe 
Neben dem secondhand Kleid als Basis braucht man noch eine weiße Strumpfhose, schwarze Ballerina, eine blonde Perücke und einen Haarreifen, den man mit blauem Satinband umwickelt und mit einer Schleife verziert.

Je nach Ausgangsmaterial braucht man für das Kleid vielleicht 1-2 Stunden. Die Schürze ist auch recht schnell genäht und in einer Stunde locker zu schaffen.

Die Kleine Gang im Wunderland

Ich weiß gerade nicht, ob ich unsere Gruppendynamik schon mal thematisiert hatte...
Bei Pinterest hatte ich mal so einen relatable teenager post gesehen: "We're more than friends, we're like a really small gang"...
Und weil ich die Mutter aller guter Spitznamen bin, habe ich dafür gesorgt, dass die Bezeichnung sich durchsetzt.
Mittlerweile gab es auch schon stilechte Gang-Tattoos (zum Aufkleben natürlich) vom Bärchen der Gang...

Genug der Insideranspielungen; weiter im Text und anlässlich der Faschingszeit mal wieder mit Kostümen.
Es dürfte bekannt sein, dass wir die Motto-WG-Partys gebührend zelebrieren... Die Kostüme der letzten Jahre könnt ihr unter den tags Urwaldvolk bzw Götter des Olymp finden, oder einfach bei der Übersicht auf der Kostümseite sehen. Natürlich immer inklusive Anleitungen, DIE lustigerweise auch tatsächlich schon genutzt wurden! hah! Rein zufällig war das Motto der Mediziner zum diesjährigen Ball "Herkules- Halbgott in weiß" oder "Unilymp Jena- die 12 Herkulesaufgabe bis zum Halbgott in weiß". Da saß also ein Kleine Gang Mitglied im Publikum und dachte sich so "Mensch, irgendwie, sehen die Kostüme auf der Bühne aber vertraut aus!"... Beim Plausch nach dem Programm stellte sich dann heraus, dass die griechischen Roben tatsächlich nach meinen Anleitungen entstanden waren! *fame*  ;)

Das Motto der Semesteranfangsparty im April letzten Jahres war Zauberhafter Märchenwald.
Nach reiflicher Überlegung, vielen Googlebefragungen und der Erkenntnis, dass es ein Märchen namens "Von dem Mäuschen, Vögelchen und der Bratwurst" gibt, haben wir uns für Alice im Wunderland entschieden. Wobei die Bratwurstgeschichte echt immer wieder Thema war. Wieso auch nicht?! Thüüü-üüüü-üüü-üüüüüüüringen!
Meine Anweisungen an die Teilnehmer: Eigene Ideen oder inspiriert durch Filmvorlagen, alles ist erlaubt, Hauptsache kreativ. 

Deshalb seht ihr hier eine Zeichentrick-inspirierte Alice, eine zumindest farblich Tim Burton- inspirierte Grinsekatze und einen zusammengewürfelten, aber dennoch erkennbaren Rest.
Die Kostüme wurden hauptsächlich von jedem selbst gefertigt, nur ab und an habe ich ein bisschen genäht...
Die Fotos sind mal wieder unter grandiosen Lichtbedingungen und nach der Feierei entstanden, weshalb ich mich schämen müsste könnte, aber als Inspiration taugen sie allemal! 

Über die nächsten Tage verkleckert wird es also Anleitungen zu folgenden Kostümen geben:

Um Enttäuschungen vorzubeugen: Bei einigen Kostümen wurden Second-Hand-Klamotten verändert. Es ist also nicht alles von Grund auf selbst genäht. Irgendwo sollte man an die Verhältnismäßigkeit von Aufwand und Nutzen denken... Das macht die Anleitungen natürlich etwas attraktiver für die Nähfaulen ;)

Huch, Creadienstag nehm' ich auch mal wieder mit...

Urwaldvolk: Haltertop und Wickelrock

Das letzte Kostüm ist sicherlich nicht für jedermann, aber ich freue mich, mir auch mal so was ausdenken zu dürfen. Außerdem ist es im Urwald durchaus heiß und wir kennen alle die Fotos von Eingeborenen, die ganz nackig sind. Daher ist es eigentlich fast schon ungewöhnlich, dass wir alle so "angezogen" waren :P
Auch wenn man leider nicht so super viel erkennen kann, bin ich gerade mega glücklich, dass ich das Handyfoto rechts noch gefunden habe! Man sieht zu mindest den Rock ein bisschen besser.

Der Rock war ähnlich dieser Bildanleitung vollständig gewickelt. Die Stofflänge entspricht ca dem dreifachen Hüftumfang. Begonnen wird mit zwei vollen Runden um die Hüfte. Bei der dritten Runde wird die Stoffbahn bei der vorderen Mitte verdreht und anschließend entweder an der Hüfte oben ordentlich weggesteckt oder (im Fall links) weiter herum geführt und bei der verdrehten Mitte eingesteckt.

Das Haltertop ist ebenfalls ein langer Stoffstreifen, der mittig am Rücken angelegt, nach vorne geführt wird. Dort mehrfach überkreuzen und um den Hals führen. Dort mit einem Knoten und ein paar Stichen fixieren. Die Idee kam von InspirationRealisation, die Umsetzung war aber ein wenig abgewandelt.

Das war es mit den Urwaldkostümen :)

Dieses Jahr ist das Motto "Märchen".
Natürlich ziehen wir das wieder ganz groß auf.
Ich war letztes Jahr schon zu einer Märchenparty eingeladen, wo -meiner Meinung nach- das beste Kostüm mein Labornachbar hatte, der als Teppich von "Aladdin" kam. Dazu hatte er sich seinen Küchenläufer auf den Rücken geschnallt und einen Fes auf den Kopf drapiert. Dazu gab es auch noch einen Aladdin mit hervorragend gewickeltem Turban.

Ich selbst war mit einer Freundin als Gold- und Pechmarie unterwegs. Der Sparfuchs in mir war ganz begeistert, als ich im 1 € Laden schwarzes Windowcolour gefunden hatte. Das habe ich in Mustern auf Klarsichtfolie aufgebracht und mir anschließend auf den Kopf geklebt.
Bestimmt 50% der anwesenden Gäste haben mir auf den Kopf gefasst "Was ist das denn?? Ist das Windowcolour? Coooool! 90er Jahre wohooo"
exactly

Urwaldvolk: Crossover-Top und Tulpen-Wickelrock

Für mein Kostüm wollte ich gern einen Rock und ein überkreuztes Top mit minimalem Ausschnitt am Rücken. Außerdem wollte ich eine geknüpfte Kette aus Stricken machen.
Das Sternchen um meinen Hals gehörte übrigens nicht zur Verkleidung. Bei den Mottopartys ist es Brauch geworden, Zettelchen oder eben diese Sterne zu verteilen, woraufhin sich alle mit der gleichen Nummer/ mit der gleichen Fernsehfigur/ etc finden müssen, um ein Gruppenfoto zu machen.

Zu der Körperfarbe sei gesagt, dass man sich auf keinen Fall vorher eincremen sollte :P Ich hatte das gemacht und die Farbe floss beim Aufpinseln fröhlich meine Arme und Beine herab.
Sie hält sonst recht gut, aber bei Beanspruchung wie Reiben oder längeres Beineüberschlagen färbt sie schon ab…

Top und Rock geschnitten und genäht in je 30 Minuten.
Die Kanten sind allesamt ungesäumt. Wir sind ja im Urwald gewesen. Da legt man nicht so viel Wert auf saubere Abschlüsse.

Urwaldvolk: Wickelkleid

Der Rest unserer Bande hatte nicht wirklich designierte Aufgaben wie der Schamane.

Als wir uns Gedanken zur Umsetzung gemacht hatten, wollte ich so wenig wie möglich nähen und stattdessen lieber knoten und weben.
Schließlich haben die Urwaldvölker auch keine Nähmaschine.
Irgendwie ist der Vorsatz dann nicht ganz konsequent durchgezogen wurden, weil die Klamotten ja auch halten sollten. Außerdem waren die zwei Seiten- und Schulternähte schneller gemacht, als wenn man mit Löchern und einem Stoffstreifen alles vernäht hätte.
Die Fotos sind übrigens alle nach bestimmt 3 Stunden im Gedränge aufgenommen worden.
Deswegen ist die Körperbemalung leider teilweise schon ein wenig verwischt. Fluch der Karibik war Pate für die Augenbemalung, wie sicherlich unschwer zu erkennen ist.
Die aufgemalten Augen auf den Lidern waren echt gruselig, da unser Urwaldmädchen selbst auch große, blaue Augen besitzt und deswegen der Effekt besonders echt war.
Zumindest im Rückendetail ist ein bisschen Flechtarbeit geleistet worden.

Das Wickelkleid ist in 30 Minuten zugeschnitten und genäht. Die Verzierungen haben in diesem Fall bestimmt eine zusätzliche Stunde gedauert.

Urwaldvolk: Schamane

Benötigt noch jemand Faschingskostümvorschläge? Vielleicht kennt ihr die Götter des Olymp vom letzten Jahr noch nicht?

Zum Sommersemesteranfang vor einem Jahr gab es wieder eine fantastische Mottoparty.
Das Motto war "Ich bin kein Star, lasst mich hier drin" und die Deko war wieder grandios.
Die Gastgeber waren großartig als Dschungel-Camp Kandidaten verkleidet und es gab einige Flamingos und viel anderes Gefleuch, sowie die üblichen Kameratouristen.

Wir hatten uns entschieden, ein Urwaldvolk darzustellen…
Ein sehr zurückgezogener Stamm, der durch das dichte Blätterdach nicht viel Sonne abbekommt und deshalb eine Vorliebe für fluoreszierende Farben entwickelt hat. :P

Für die Kostüme haben wir uns ein bisschen bei südamerikanischen Hochkulturen bedient.

Den Rest der Woche möchte ich immer ein Kostüm vorstellen. Alle sind mit minimalem Nähaufwand umzusetzen.

Heute zeige ich euch den Schamanen.
Tunika ist in 30 Minuten machbar. Wenn man sich ein eigenes Muster aussuchen möchte, sollte man mindestens 1 h rechnen, je nachdem wie entscheidungsfreudig man ist.

Schildkröten-Skihelmüberzieher inkl. Schnittmuster

Wie schon im Dezember versprochen, folgt nun quasi ein Update zum Skihelmüberzieher.
Gewünscht war eine Schildkröte…
Das Bild erinnert mich irgendwie an diese Stelle aus Findet Nemo:
via itstartedwithamouse
Zu Weihnachten fand die feierliche Übergabe statt. Seitdem wurde das neue Helm-Outfit auch schon auf der Piste getestet und für lustig, sowie beanspruchbar befunden. Außerdem haben wohl alle Kinder große Augen gemacht. Natürlich war die Schildkröte DAS Gesprächsthema in der Skigondel.

Schildkröten sind zwar nicht zwangsläufig blau, aber die Grün- und Erdtöne im Geschäft boten wenig Auswahl und sahen auch bei weitem nicht so fröhlich aus.
Dann handelt es sich eben um eine Wasserschildkröte…
Wie immer: Fleece verzeiht auch mal kleinere Patzer und Passungenauigkeiten, ist also auch für Anfänger durchaus geeignet.
Außerdem trocknet er schnell.
Inspiration bot übrigens diese Mütze:
via unbeatablesales.com
Das Schnittmuster könnte sicherlich auch für Mützen oder ähnliches verwendet werden. Wenn man die Ziernähte für die Schuppen weglässt, könnte man auch einen Dino oder andere Tiere daraus nähen.
Die Anhängsel müssen von Hand angenäht werden, weshalb dieser Überzieher mit 2-3h  etwas länger dauert.

Skihelmüberzieher für Wikinger inkl. Schnittmuster

In den nächsten Wochen möchte ich mich etwas intensiver der Geschenkeplanung widmen.
Wer schon mal meine Labels durch geguckt hat, mag vielleicht schon mal "Geschenk" gefunden haben.
Bei manchen meiner Anleitungen habe ich schon immer mal Geschenkepotential gesehen und so könnt ihr euch vielleicht inspirieren lassen.
Das heutige Tutorial ist für die Ski- und Snowboardsaison gedacht.
Manche Pistenoutfits sind doch recht kostümhaft und ich finde, dann macht es gleich doppelt so viel Spaß, andere auf dem Hang zu sehen. (Und nicht ganz verbissen die anderen aus dem Weg zu wünschen, oder zu hoffen, keiner möge die eigenen dürftigen Abfahrtsversuche sehen. Auch wenn ich schon eeeeewig nicht mehr Ski gefahren bin… Aber mein Bedarf hält sich da auch eher in Grenzen)

Vielleicht ist es auch eine ganz nette Idee für die kleinen Skihasen, die ungewollt einen Helm tragen müssen. Schließlich finden nicht alle die Helme toll. Und wenn man ein Wikinger sein kann, dann sieht der Helm eventuell gar nicht mehr so uncool aus… Natürlich kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen. Für den Helm habe ich bei Wiki und die starken Männer geillert.
(Ein weiteres Schnittmuster lade ich kurz nach Weihnachten hoch. Vorher kann ich es leider noch nicht zeigen, weil es sonst die Weihnachtsüberraschung verderben würde :P)

Fleece vergibt einiges beim Zuschneiden und Nähen. Deshalb kann man sich auch mit weniger Näherfahrung an dieses Projekt trauen.

Für den Wikingerhelm braucht man circa 1-2 h.